oder: Der Frühling ist da
Schon Wahnsinn, wie schnell der Frühling jetzt doch erwacht ist. Wenn man das Foto oben, mit dem Foto vom letzten Blogartikel vergleicht glaubt man kaum, dass es nur 7 Tage unterschied waren. Okay kommen wir mal zu meiner Laufwoche:
Montag ging es erstmal wieder zum Kraftttraining in Fitness-Studio. Nachdem die letzte Woche ja bescheiden war, hatte ich hier mit einer leichten Verbesserung gerechnet. Es war quasi mehr ein Sprung. Alle Gewichte mit 3 Sätzen a 15 Wiederholungen geschafft – ja wirklich alle. Das bedeutet also für die nächste Woche überall ein Schippchen drauf. Damit wäre ich auch mindestens wieder auf den Niveau vom Vorjahr.
Dienstag ging es dann raus in die Natur. Einfach nur schön sag ich euch. Auf dem Plan standen 8 km bei 75% Puls. Geworden sind es dann sogar 9 km. Es hat einfach alles gepasst, die Temperatur, die Laune, die Sonne und der Speed. Bei dem Lauf fiel mir dann auch der blühende Baum auf dem Foto auf. Leider hatte ich kein Handy und erst Recht keine Kamera dabei, aber ich beschloss beim nächsten Lauf das Handy irgendwie mitzunehmen.

Donnerstag stand dann erstmal eine der längeren Tempoeinheiten des gesamten Trainingsplanes an: 8 km bei 80%. Was soll ich sagen – es war ein Fight, aber von vorne.
Wie üblich vor einen Lauf mischte ich mir erstmal mein persönlichen Doping-Cocktail zusammen. 4 Läufel Kakao (der ‘Gute’ mit viel Zucker) und fettarme Milch. Dann hab ich versucht mein Handy in die Laufhose zu fummeln – wegen den Baum. Das war jetzt gar nicht so einfach. Ich sollte mir wohl doch endlich mal eine Armtasche zulegen, weil eigentlich so allein ohne Handy rumrennen ist ja auch nicht so die allerbeste Idee.
Das Tempo war von Anfang an irgendwie ja unangenehm. Außerdem habe ich die 24 °C unterschätz und natürlich nichts zum Trinken mitgenommen. Nach 3,5 Kilometer wollte dann auch meine Wade zukrampfen. Eigentlich hätte ich auch große Luste gehabt den Lauf ganz abzubrechen. Ich hatte aber noch etwas Hoffnung, dass sich ja so ein Lauf meist nach der ersten halben Stunde wieder besser anfühlt.
Dem war nicht so! Die nächsten drei Kilometer hab ich nur noch vor mich hin gemurmelt: “Du musst das Tempo halten, du musst das Tempo halten, du musst …”. Ich hasse Tempodauerläufe. Nach gut 7 Kilometern kam ich dann zu der Fotokulisse. Ihr glaubt gar nicht wie froh ich über die kleine Pause war. Also schnell … naja relativ schnell … nagut schon etwas Zeit gelassen und die zwei Fotos geschossen. Danach bin ich auch irgendwie relativ glücklich nach Hause weite, natürlich hab ich wieder schön “das Tempo gehalten”.
Die Pace war mit 7 Minuten pro Kilometer ernüchtern, ernüchternd weil ich den Halbmarathon in 6:40 laufen will. Also nochmal 20 Sekunden schneller pro Kilometer und das über 21 Kilometer und nicht bloß über 8. Mir wird schlecht. 
Heute am Sonntag dann wieder mein Highlight: LongJog über 12 Kilometer. Bereits nach einen Kilometer ist mein Pulsmesser ausgefallen, vermutlich die Batterie am Ende, aber kein Grund zur Panik. Ich denke ich hab inzwischen auch ein gutes Gefühl für die Belastung. Bei den langen Läufen ist es ja immer nochmal etwas langsamer, als mein eigentlich gern möchte.
Der Lauf war einfach nur entspannend. Meine Strecke war natürlich so geplant, dass ich an meinem Lieblingsbäcker vorbei komme, um die besten Mehrkornbrötchen von Fürth fürs Frühstück mit nach Hause zu nehmen.
Zu Hause angekommen dann die große Überraschung, meine Pace war auf die Sekunde genau die gleiche wie beim langen Lauf von letzter Woche. Mein Gefühl ist also genauso exakt wie ein Pulsmesser. Da fragt man sich doch, warum man so sehr in die Technik vernarrt ist??!? Eigentlich völlig überflüssig, oder? So ich bestell jetzt mal eine neue Batterie für meinen Brustgurt 
Ausblick für die nächste Woche:
Es gibt einmal Krafttraining, einen lockeren Lauf, ein Fahrtspiel und die erste Probe am Sonntag. Ich starte über 10 Kilometerlauf beim Fürthlauf.
Keep on running 
Alex